Archiv der Kategorie: G

 

glennen
(Lothringen, Saargau (westliches Saarland Grenznähe zu Frankreich))
(frz. glaner; a.frz glener (13. Jahrhundert))

Feldfrüchte nach der Ernte sammeln z.B. Getreideähren, Kartoffeln

Die Ähren mit den Körnern dienten als Hühnerfutter oder wurden, nachdem sie von Halmen, Spelzen und Grannen befreit waren, als Viehfutter verwendet oder beim Müller gegen entsprechende Menge Mehl getauscht.
Kleine und zerschnittene Kartoffeln wurden als Schweinefutter verwendet, größere und unversehrte wanderten in den Kochtopf.

Quellen:
– Larousse Dictionnaire de l’ancien français
– Lothringisches Wörterbuch (Ausgabe 1919)
– Ollinger, Klaus: Das „Glennen“: Eine Zeitreise nicht nur in die Vergangenheit; in Unsere Heimat 2/2025, S. 84, 85

 


Gelter
(Niedersalbach/Obersalbach 1683)
(fnhd. gelter; mhd. geltære, –er: Schuldner, Gläubiger, Gutachter)

a) Gläubiger, Geldgeber
b) Schuldner
c) Käufer


Gewalthaber
(Scheid/Kurhof 1591)

Bevollmächtigter

Groß Nickel Sohn zu Scheidt, Peter und Germet seine Hausfrau für sich und Gewalthaber seines Bruders Paulußen zu Scheidt, …

 

Getreidefege
(mhd. vegen: fegen, reinigen, putzen, scheuern)

Reinigen von Getreide
Nach dem Worfeln kam das Getreide auf die Getreidefege. Es wurde von „allem Unrathe gehörig gereinigt“ wie z.B. von Unkrautsamen. Dazu wurde es mittels Draht- oder Bastsieben gesiebt. Erst dann kam es zur Mühle.
(Schwarzes Mehl)

 

Grundherr

– Leibherr über Leibgeigene
– Schutzherr (Schirmherr): Er schützt in Krisen- und Kriegszeiten Leib und Leben seiner Leibeigenen und schützt sie nach außen vor einem Gericht (Schirmhafer)
Recht zum Kirchbau: Recht, Priester einzusetzen und Anspruch auf Zehnten, der Abgabe der Mitglieder einer Pfarrei von den Feldfrüchten

 

Genealogie
(a.griech. geneá: Familie; lógos: Lehre)

Wissenschaft von Ursprung, Folge und Verwandtschaft der Geschlechter;
Ahnenforschung

 

Spaad, Grabspaad
(mhd. spade)
(Hüttersdorf 1754)

Spaten