Gewerk
(Lebach 1605)
(mhd. werc (div. Bed.): zu weiterer Verarbeitung zubereiteter Rohstoff; das Gewebe des Stoffes)
Flachs
Gewerk
(Lebach 1605)
(mhd. werc (div. Bed.): zu weiterer Verarbeitung zubereiteter Rohstoff; das Gewebe des Stoffes)
Flachs
Fischfron
Fischen für den Herrn (Fron) (im Erfolgsfall besseres Essen: Suppe, Pfannkuchen, Brot und Käse; sonst nur Brot)
(Abgr. Gespannfron, Handfron, Baufron, Jagdfron)
Baufron
a) Frondienst bei Bauvorhaben mit der Hand
b) Heranfahren von Holz, Steinen, Kalk, Sand, Ziegel, Leyen (Schiefer) (Fron)
(Abgr. Gespannfron, Handfron, Jagdfron, Fischfron)
Handfron(de)
Arbeitsleistung mit der Hand für den Herrn (z.B. Heu machen, Getreide mähen, Hafer „aufheben“, roden, Garten umgraben, jäten, Dung spreizen, Schafe waschen, scheren, Flachs brechen, Rodung besäen und behegen)
(Abgr. Spannfron, Baufron, Jagdfron, Fischfron)
Gespannfron, Spannfron
syn. Pflugfron
Arbeitsleistung mit Gespann (Pflug, Fuhrwerk) für den Herrn z.B. Getreide säen, pflügen, Holzfuhren, Weinfuhren (Fron, Holzbesoldungsfuhr)
(Abgr. Handfron, Baufron, Jagdfron, Fischfron)
Fron, Fronde
unentgeltlicher Arbeitsdienst für einen Herren (neben Abkauf, Besthaupt und gezwungenes Jahr Kennzeichen der Leibeigenschaft) (Hand-, Gespann-, Jagd-, Baufronde, Weinfuhre)
Hellenhausen 1738: Jeder Untertan (ausgenommen der Meier) musste 1 Tag Gras mähen, 1 Tag Heu machen, 1 Tag Kornschneiden, 2 Tagwerk (Gewerk) spinnen plus Baufronde.
infra, (lat.)
unten, unterhalb
Weistum
(mhd. wistuom: Rechtsweisung, Urteil)
Aufzeichnung des herkömmlichen Gewohnheitsrechts (auf einem Jahrgeding)
a) Feststellung der gegenseitigen Rechte (zwischen Herrschaft und Untertanen)
b) Festlegung eines Bezirkes, der Grenzen
Ding
germanische Volksversammlung, im fränkischen und frühmittelalterlichen Reich Gerichtsversammlung; fand bei Tag und unter freiem Himmel auf der Dingstätte (Malstätte, Dingstuhl) statt;
echtes Ding: Ding in festen Abständen (später Jahrgeding)
gebotenes Ding: Ding nach Bedarf