Kurzmitteilung-Archiv

 

Fronhof, Herrenhof, Meierhof
(ahd. frò: Herr; mhd. vrôn (adj.): was den Herrn betrifft)

Herrengut, das vom Herrn oder einem Verwalter (Hofmeier, Hofmann) bewirtschaftet wurde. Hörige Bauern (Hintersassen) leisteten Frondienste.
Ein Fronhof umfasste die Wohngebäude des Grundherrn oder Hofmeiers sowie des Gesindes und der Tagelöhner.

 

Schweißstahl
(Eisenbearbeitung)

Puddeleisen (Puddelofen) wurde zu Stäben ausgewalzt. Durch Erhitzen bis zur Weißglut wurden im Schweißofen die restlichen Schlacken entfernt.
(Abgr. Frischen)

Puddelofen

Puddler, Puddeln, Puddelofen
(frz. puddleur)
(engl. to puddle: herumrühren)

Eisenrührer, Stahlkocher; Roheisen wird durch heiße Luft im Puddelofen Kohlenstoff entzogen (wird zu Stahl); Puddler unterstützten diesen Vorgang durch ständiges Rühren.
(Abgr. Frischen) (Schweißstahl) (Reverberierofen)


Abb.:
Puddelofen
R = Rost
F = Feuer, heiße Luft
W = Wanne mit Roheisen
K = Kamin

 

Frischen, das
(Eisenverarbeitung)
(Trippstadt 1841)

Reduktion der Kohlenstoffanteile im Eisen mit Hilfe von Sauerstoff

Verfahren:
1. Vom Mittelalter bis zur Industrialisierung (ca. 1800): Roheisen (Luppe) aus dem Rennofen bzw. Hochofen wurde wieder bis zur Weißglut erhitzt. Dadurch wurde der Kohlenstoffanteil der Luppe reduziert, die innere Struktur des Eisenklumpens veränderte sich zu schmiedbarem Eisen. Im Hammer wurde es weiter verarbeitet.

2. Puddeln (1780 – ca. 1850)

3. Bessemerverfahren (ab 1870)
– optimiert durch Thomasverfahren

 

Friedrichsd’or (Abk. Frdor.)

Preußische Silbermünze, geprägt von 1750-1855 im Wert von 5-5½  Silbertaler; auch doppelte und halbe Friedrichsdor