ad tempore, suo tempore, tempore (lat.)
zur rechten Zeit
ad tempore, suo tempore, tempore (lat.)
zur rechten Zeit
Strich
Landschaft, Zone (vgl. Landstrich) (Weidestrich)
Zum alten Strichen (Flurname in Landsweiler)
schwemmen
(Hunsrück 18- Jh.)
(mhd. swemmen: schwimmen machen)
kleineres Fließgewässer zum Transport von Holz (Einzelstämme) benutzen
(Abgr. Flößen: gebundenes Holz; Trift)
Schiffelwirtschaft, Schiffelland
(Grafschaft Sponheim 1765, Flächenstatistik 1832)
Die Schiffelwirtschaft gab es insbesondere in der Eifel und im Hunsrück.
Die Rasenschicht wurde Ende April bis in den Mai hinein abgeschält. Die einzelnen Rasenstücke, auch Plaggen genannt, wurden zum Trocknen auf die Grasnarbe gelegt. Zwischen Heu- und Getreideernte wurden die trockenen Rasenstücke abgeklopft und mit Reisig zu Haufen aufgeschichtet. An einem trockenen und windigen Tag wurde der Haufen angezündet. Die entstandene Asche wurde zur Düngung auf dem Boden verteilt. In das vorbereitet Feld wurde im ersten Jahr Roggen, im zweiten meist Hafer und im dritten Jahr der genügsame Buchweizen gesät.
Nach der Anbauphase blieb das Schiffelland für 15 – 20 Jahre unberührt, es diente in dieser Zeit lediglich als magere Weide für Rinder und Schafe. Dann begann das Schiffeln von Neuem.
(verwandt: Rödern, Rothecken, Bed. b))
Quelle: Erläuterungen zur Schiffelwirtschaft, Magisterarbeit
stümmeln
(Soonwald 18. Jh.)
(mhd. stümbeln, stümmeln, stummeln: schneiden, abschneiden, beschneiden)
Gipfel eines [Laub-]Baumes bis auf eine bestimmte Höhe (Soonwald 18. Jh: 2,10 m) abschneiden; Grünlaub wird als Viehfutter verwendet (Waldweide, Weideholzrecht)
Vollbauer, Vollspänner, Vollerben, Vollhufner, Spannfrönder, Hubbauer, Hüfner
Bezeichnung für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe, die die Möglichkeit der gänzlichen Existenzsicherung für eine Familie boten; verfügten bis zum 19. Jh. über besondere Rechte gegenüber von nicht spannfähigen Hintersassen (Beisassen, Häusler)
(Abgr. Kuhbauer)
Sömmerung, Besömmerung, Brachbesömmerung
(Nassau Mitte 18. Jh.)
syn. Raue Weide, Gemeindeweide, Allmende, Langhalm
Sömmerung (Alpenraum): Sommerlicher Weidgang von Nutztieren (Schafe, Ziegen, Kühe, Rinder, Pferde); extensive Viehwirtschaft
Besömmerung: Bestellung von Feldern mit Sommergewächsen
Brachbesömmerung: Bestellung des bei der Dreifelderwirtschaft brachliegenden Drittels des Ackerlandes mit Futterpflanzen (Entlastung der Waldweide (Bed. a))
Rauhweide, Raue Weide, Magerweide, Herbstweide
syn. Brachbesömmerung, Stoppelweide (von Stoppelfeld), Langhalm
Gemeindeweide nach Abernten der Felder, auch im Wald
(nicht ergiebig; Ggs. Ecker);
Exweiler/Schellenbach 1721:
Wiese nach dem 1. Grasschnitt; den Hafer bezeichnete man als „raue Frucht“
(rauch).