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Schiffelwirtschaft, Schiffelland
(Grafschaft Sponheim 1765, Flächenstatistik 1832)

Die Schiffelwirtschaft gab es insbesondere in der Eifel und im Hunsrück.
Die Rasenschicht wurde Ende April bis in den Mai hinein abgeschält. Die einzelnen Rasenstücke, auch Plaggen genannt, wurden zum Trocknen auf die Grasnarbe gelegt. Zwischen Heu- und Getreideernte wurden die trockenen Rasenstücke abgeklopft und mit Reisig zu Haufen aufgeschichtet. An einem trockenen und windigen Tag wurde der Haufen angezündet. Die entstandene Asche wurde zur Düngung auf dem Boden verteilt. In das vorbereitet Feld wurde im ersten Jahr Roggen, im zweiten meist Hafer und im dritten Jahr der genügsame Buchweizen gesät.
Nach der Anbauphase blieb das Schiffelland für 15 – 20 Jahre unberührt, es diente in dieser Zeit lediglich als magere Weide für Rinder und Schafe. Dann
begann das Schiffeln von Neuem.
(verwandt: RödernRothecken, Bed. b))

Quelle: Erläuterungen zur Schiffelwirtschaft, Magisterarbeit