Baldineum, Balduineum
Wappenbuch, entstanden zwischen 1340-50. Enthält Wappen der Teilnehmer am Romzug Kaiser Heinrichs VII sowie der Lehnsleute des Kaisers und dessen Bruders, des Erzbischofs Balduin von Trier (1307-54).
Baldineum, Balduineum
Wappenbuch, entstanden zwischen 1340-50. Enthält Wappen der Teilnehmer am Romzug Kaiser Heinrichs VII sowie der Lehnsleute des Kaisers und dessen Bruders, des Erzbischofs Balduin von Trier (1307-54).
Baillif, Bailly
(Amt Schaumburg 17. Jh., St. Wendel 1748)
Amtmann
baillage, baierie (frz., a.frz.)
(Weldentz 1732)
Amt, Regierung, Verwaltung, Behörde, Verwaltungsinstanz, –abteilung der Herrschaft, Gerichtsbezirk
bail (frz.) (Mz.: baulx)
(Tholey/Exweiler 1725, a), Merten 1717, b))
a) Bestandsbrief
b) Miet-, Pachtvertrag
Bader (niedere Heilkunde)
(Nalbach um 1800)
syn./Abgr. Feldscher, Knochenflicker, Barbier
(mhd. badære, badærer: der die im Badehaus Badenden besorgt)
Bader betrieben Badestuben. Neben dem Baden (Dampf-, Wannenbad) wurden Wunden behandelt, Zähne gezogen, Klistiere und Massagen verabreicht. Bader ließen zur Ader und schröpften und führten kleinere chirurgische Eingrffe durch (Einrichten von Knochenbrüchen und Verrenkungen).
Wegen gemeinsamen Badens von Frauen und Männern und zuweilen auch Prostitution gerieten die Bader in Verruf. Sie gehörten zu den Unehrlichen Leuten.
Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts organisierten sich die Bader in Zünften. Nach mindestens drei Jahren Lehre bei einem Badermeister und mehreren Wanderjahren mussten anstehende Bader eine von der Zunft vorgeschriebene Prüfung ablegen.
(Q.: Selinger, Alice: Heilkunst im Mittelalter; Beiheft zur Ausstellung im Budinger Heuson-Museum, 2013;
mittelalter-lexikon.de)