Legat
Vermächtnis; Zuwendung einzelner Vermögensgegenstände durch letztwillige Verfügung
Legat
Vermächtnis; Zuwendung einzelner Vermögensgegenstände durch letztwillige Verfügung
Lefzen, Lefftzen
(Hüttersdorf 1773)
(mhd. lefs, lefse)
Lippe
(heute: Lippen bei Tieren)
Lecker
(Eiweiler 1596)
(mhd. Lëcker)
(veralt.) Laffe, Schelm, Tellerlecker, Fresser, Possenreißer;
adj. Bed.: unanständig, sittenlos
Pochen [von Eisenerz]
Zerkleinern von [vorher gerösteten] Erzbrocken mit Fäustel und Schlegel;
gepochtes Erz kann anschließend wieder geröstet werden.
Schlackenpochwerk (Eisenhütte Merkeshausen 1830)
maschinelles Zerkleinern von Erzbrocken
Rösten [von Eisenerz]
In einer viereckigen Bodengrube werden Holzscheite schichtweise (immer um 90° versetzt) aufeinander gestapelt (1 oder 2 Ellen hoch), mit Erz bedeckt, dann angezündet.
Wirkung:
a) Erz wird weich und mürbe, um dann besser gepocht werden zu können.
b) Nicht erwünschte Bestandteile wie Bitumen und Schwefel werden dabei verbrannt.
Lebacher Eier, – Knollen, – Nieren
brot- oder diskusförmige Gebilde (Durchmesser 30 cm, Dicke 5 cm) aus dem Rotliegenden der Lebacher Schichten aus der Permzeit (240 Mill. Jahre); besteht aus Eisenspat (Spat = Mineral, das man spalten kann), verunreinigt durch rotbraunen Ton.
Entstehung: chemische Reaktion faulender organischer Stoffe mit Eisenlösung.
Vom 16. Jh. bis 1869 Eisenerzlieferant der Eisenwerke Dillingen, Bettingen und St. Ingbert
(25 % Eisengehalt); mussten vorher geröstet werden.
Laurentius
10. August
Laudemium, Laudemi
(Elm 1684, 1731)
Abgabe an den Lehnsherrn (altes dt. Recht)
Streulaub, Streurechen, Laubraffen (Oberamt Ottweiler 1784), Laubrechen
In schlechten Erntejahren für Getreide gab es einen Mangel an Stroh als Streu im Stall. Dann konnte (nur mit Genehmigung) Laub als Streu aus dem Wald entnommen werden, was der Qualität des Waldbodens abträglich war (Humuszehrung).