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Hintersasse
syn. Unbespannter, Einspänniger, Handfrönder, Beisässer

Personen, die kein oder kaum Land besaßen, eingeschränktes Gemeinderecht (nur partielle Rechte an Wasser, Wald und Weide);
Hintersassen waren vom Grundherrn abhängig und da sie kaum eigenes Land besaßen, verdingten sie sich als Landarbeiter und Tagelöhner (keine Handwerker).
Es gab auch freie Hintersassen (Freisassen), die rechts- und vermögensfähig und nur zu wirtschaftlichen Leistungen verpflichtet waren.
Die halb- und unfreien Hintersassen (die „Hörigen„) ohne Grundbesitz waren zu Abgaben und Frondiensten verpflichtet.
(Abgr. SpannfrönderVollbauern, Häusler)


Äcker, Äckerig, Ackermast, Äckerwald, Ecker, Eckerich, Eckernießung

(Eidenborn/Landsweiler 1759)
syn. Eichelmast, Fette Weide, Holzmast, Mastweide (Landsweiler 1746),
Mastung
(Hütterdorf 1722), Schmalzweide
(mhd. ackeran, eckern, ecker: Frucht der Eiche und Buche
fnhd: eckerig: Buchecker, Eichel, Eichelmast)

Waldweide für Schweine (Eicheln und Buchecker)
zwischen Oktober und Nikolaustag, ausnahmsweise bis Weihnachten (vgl. Buchecker)
(Eckergeld)
(Ggs. Rauhweide, Stoppelweide, Magerweide, Herbstweide)

 

exzedieren, excedieren

(veralt.) a) Unfug stiften
b) ausschweifen, übertreiben, überschreiten