seigle (frz.)
Roggen
seigle (frz.)
Roggen
seduieren
(örtl.) liegen, sich befinden
Secretarius
Schreiber
secundum (lat.)
gemäß, nach;
dicht hinter
sculpteur (frz.)
Bildhauer
Spühlig(h)t, Viehsaufe
Spülwasser mit Speiseresten aus der Küche (Küchenspühligt) oder vom Schnapsbrennen (Branntweinspühligt); wurde als Grundflüssigkeit zur Fütterung von Schweinen unter Beimengung von Kleie, schwarzem Mehl, Schrot, Treber u.a. verwendet
schwemmen
(Hunsrück 18. Jh.)
syn. Trift
(mhd. swemmen: schwimmen machen)
kleineres Fließgewässer zum Transport von Holz (Einzelstämme) benutzen
(Abgr. Flößen: gebundenes Holz)
Schweitzer
(Beckingen 1782)
Melker
Schwarzes Mehl, Aftermehl
Nachmehl; Roggen- oder Weizenmehl, das aus dem sechsten und letzten Gang einer Mühle kommt
(Spühligt)
Nach dem Fegen (Getreidefege) kam das Getreide zur Mühle. Der Weizen (der Roggen nicht!) wurde dort mit klarem Wasser gewaschen und für 12 bis 24 Stunden auf einen Haufen aufgeschüttet, damit die Feuchtigkeit durchziehen konnte. Das geschah hauptsächlich, um den Steinbrand zu eliminieren. Anschließend wurde das Getreide 6mal zum Mahlen aufgeschüttet. Die einzelnen Mahlvorgänge wurden auch als Gang bezeichnet.
1. Gang: Das Getreide wurde gespitzt[1] und von der Kleie abgerieben.
2. Gang: Das Getreide wurde geschrotet.
3. Gang: Der Schrot wurde „durch den Beutel gelassen“[2]. Dies ergab ein ordinäres Mehl.
4. Gang: ergab das Mittelmehl
5. Gang: ergab das Feinmehl
6. Gang: Alles, was noch nicht vermahlen war, auch die Spitzkleie vom 1. Gang, wurde zusammen getan und „scharf durch die Mühle gelassen“. Davon bekam man das schwarze– oder Aftermehl.
Von den erwähnten vier Sorten Mehl, die man beim 3., 4., 5. und 6. Aufschütten erhalten hatte, konnte man durch beliebiges Mischen neue Sorten schaffen.
[1] Die Spitzen wurden beim Roggen und beim Weizen von den Körnern abgestoßen.
[2] Ein eigener Beutel aus Draht oder grobem Beuteltuch, der Bestandteile trennt (siebt).
http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/m/km04122.htm S. 345 und 373