Kurzmitteilung-Archiv

 

Nachtweide

Ort, wo das Vieh im Freien übernachtete, und zwar unter Bewachung; meist als nächtliche Weide für Pferde, die tagsüber arbeiteten, weil man annahm, dass Pferde nicht schliefen (legen sich nicht hin). 1834 war die Nachtweide in Lebach untersagt.

 

nachlassen, nachgelassen

hinterlassen (nachgelassene Kinder)

 

Pontonfähre, Ponte
(Bous 1778)
(lat. ponto, -onis: Fähre, Brückenschiff)

kastenförmige Fähre zum Transport von schweren Lasten (z.B. Fuhrwerke mit Heu, Holz, Baumaterial, Kohlen)
Abgr. Nachenfähre


Mutsche, Mitsche, Mütsche

(Schöffenweistum Hof Völklingen 1422
Karl Rug: Burg Bucherbach im Köllertal, S. 259)
(fnhd. mutsche, mütsche: (Weiß-) Brot;
mutschenbeck: Semmelbäcker)

Ein Backwerk, ähnlich dem späteren Weck oder Brötchen;
6 Mütschen am Tag für jeden Fröner war lange Zeit ein Fronbrot.

Herkunft des Bergriffes wohl aus dem Französischen:
frz. miche: Brotlaib
a.frz. miche: eine Brotsorte (18. Jh.)
a.frz. michete: kleines miche (17. Jh.)

Dank an Karl Hans König, Schmelz, für die Klärung des Begriffes.