glennen
(Lothringen, Saargau (westliches Saarland Grenznähe zu Frankreich))
(frz. glaner; a.frz glener (13. Jahrhundert))
Feldfrüchte nach der Ernte sammeln z.B. Getreideähren, Kartoffeln
Die Ähren mit den Körnern dienten als Hühnerfutter oder wurden, nachdem sie von Halmen, Spelzen und Grannen befreit waren, als Viehfutter verwendet oder beim Müller gegen entsprechende Menge Mehl getauscht.
Kleine und zerschnittene Kartoffeln wurden als Schweinefutter verwendet, größere und unversehrte wanderten in den Kochtopf.
Quellen:
– Larousse Dictionnaire de l’ancien français
– Lothringisches Wörterbuch (Ausgabe 1919)
– Ollinger, Klaus: Das „Glennen“: Eine Zeitreise nicht nur in die Vergangenheit; in Unsere Heimat 2/2025, S. 84, 85