Archiv der Kategorie: R

 

Rothecken, Rotthecken

a) bebuschtes Feld, das von Zeit zu Zeit gerodet wurde
b) agrarforstlich genutzte Flächen (Niederwaldbetrieb) mit 2-3jähriger landwirtschaftlicher Nutzung als Ergänzung des Getreideanbaus; extensive Waldfeldbewirtschaftung (s. hierzu Rödern)
(WaldweideWaldfeldbau, Schiffelwirtschaft)
(Nassau)
c) Holzlieferant zur Holzkohlenherstellung für Eisenschmelzen
(Neunkircher Eisenschmelze 1748)

 

Waldweide
syn. Rothecke

a) Weide in lichten Wäldern für Rinder, Ziegen und Schafe: Waldgras und Grünlaub (auch vom Stümmeln)
b) Eicheln und Buchecker für Schweine (Ecker)

 

rauch, rauh

haarig, wollig, behaart
Hafer bezeichnete man als „raue Frucht“.

 

Rauhweide, Raue Weide, Magerweide, Herbstweide
syn. Brachbesömmerung, Stoppelweide (von Stoppelfeld), Langhalm

Gemeindeweide nach Abernten der Felder, auch im Wald
(nicht ergiebig; Ggs. 
Ecker);
Exweiler/Schellenbach 1721:
Wiese nach dem 1. Grasschnitt; den Hafer bezeichnete man als „raue Frucht“
(rauch).

 

Rezeß, Receß, receßus

Auseinandersetzung, Vergleich, Vertrag

 

Rute, Ruthe
syn. verge (frz.)

altes deutsches Längen- und Flächenmaß = 3,766 m (Preußen)
1 R. = 10 Fuß (lothringischer Schuh) = 2,60 m,
1 Morgen = 250 Quadratruten (Eidenborn 1706)
1 R. = 16 Fuß (Schuh) (Eiweiler 1748)
1 Morgen = 128 Quadratruten  (Eiweiler 1748)

 

rachetable
(frz. racheter: zurückkaufen, einlösen, freikaufen)

ablösbar